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Kosten, Ablauf und Pflichten auf einen Blick
Sachkunde nach TRGS 519 • Anzeige und Entsorgungsnachweis • Freimessung vor der Freigabe

Kosten und Ablauf • Sachkunde nach TRGS 519
Der Preis hängt vor allem am Material: Fest gebundene Asbestzementplatten sind deutlich günstiger als schwach gebundene Spritzasbest- oder Leichtbauplatten. Verbindlich wird der Preis nach der Besichtigung.
Dach-, Wand- oder Bodenfläche mit asbesthaltigem Material
Der Preis hängt weniger an der Fläche als am Material. Fest gebundener Asbestzement lässt sich abnehmen, ohne dass nennenswert Fasern frei werden. Schwach gebundene Produkte geben schon bei Berührung Fasern ab und verlangen einen abgeschotteten Arbeitsbereich mit Unterdruckhaltung. Dieser Unterschied im Aufwand erklärt die Spanne.
| Material | Typische Bauteile | Preisrahmen |
|---|---|---|
| Fest gebundener Asbestzement | Wellplatten, Eternit-Dachplatten, Fassadenplatten, Blumenkästen | 25 – 60 €/m² |
| Asbesthaltige Bodenbeläge | Floor-Flex-Platten, Cushion-Vinyl und der Kleber darunter | 30 – 50 €/m² |
| Schwach gebundener Asbest | Spritzasbest, Leichtbauplatten, Dämmschnüre | 40 – 150 €/m² |
Abschottung des Arbeitsbereichs, Ausbau unter Schutzmaßnahmen, Feinreinigung, Freimessung sowie Entsorgung mit Nachweis. Die behördliche Anzeige nach TRGS 519 übernehmen wir.
Probenahme und Laboranalyse, weil ihr Aufwand von der Zahl der zu untersuchenden Materialien abhängt. Verbindlich wird der Preis nach der Besichtigung vor Ort.
Eine allgemeine Pflicht, vorhandenen Asbest zu entfernen, gibt es nicht. Fest gebundenes Material, das unbeschädigt verbaut ist und nicht bearbeitet wird, darf im Gebäude bleiben. Wer ein Haus mit Eternit-Dach kauft, muss dieses Dach nicht abreißen.
Handlungsbedarf entsteht in zwei Fällen. Der erste: Das Material ist beschädigt, verwittert oder gebrochen und kann dadurch Fasern abgeben. Der zweite, in der Praxis häufigere: Sie wollen in das Bauteil eingreifen. Jede Dachsanierung, jeder Umbau und jeder Rückbau an asbesthaltigen Bauteilen löst die Vorgaben der TRGS 519 aus.
Sobald gebohrt, gesägt, geschliffen oder abgebrochen wird, dürfen die Arbeiten nur von Fachkräften mit entsprechender Sachkunde ausgeführt werden. Grundlagen zu allen Gebäudeschadstoffen finden Sie im Ratgeber Schadstoffsanierung.

Asbest wurde bis zum Verbot 1993 in einer Vielzahl von Bauprodukten verarbeitet. Für die Praxis genügen vier Bereiche — und die Unterscheidung, ob das Material fest oder schwach gebunden ist. Daran hängen Schutzmaßnahmen und Preis.
Wellplatten, ebene Fassadenplatten, Blumenkästen, Abwasserrohre
Asbestzement enthält rund 10 bis 15 Prozent Asbest, gebunden in Zement. Solange die Platte unbeschädigt ist, setzt sie kaum Fasern frei. Verwittert die Oberfläche oder wird gebrochen, ändert sich das.
Floor-Flex-Platten im Format 25 × 25 cm, Cushion-Vinyl, schwarzer Kleber
Der Kleber unter den Platten ist oft das eigentliche Problem. Er wird gemeinsam mit dem Belag aufgenommen, sonst bleibt der Asbest im Estrich zurück.
Leichtbauplatten, Spritzasbest an Stahlträgern, asbesthaltige Putze
Schwach gebundene Produkte geben schon bei leichter Berührung Fasern ab. Hier ist ein abgeschotteter Bereich mit Unterdruckhaltung und Personenschleuse vorgeschrieben.
Rohrisolierungen, Dichtungen, Brandschutzklappen, Nachtspeicheröfen
Nachtspeicheröfen aus der Bauzeit vor 1993 können asbesthaltige Bauteile enthalten. Sie werden geschlossen demontiert und nicht vor Ort zerlegt.
Asbestzement-Wellplatten werden einzeln gelöst, nicht gebrochen. So bleibt die Faserfreisetzung gering.



Wir sehen uns das Bauteil an und halten fest, was verdächtig ist. Baujahr, Bauweise und frühere Umbauten geben die erste Richtung vor. Daraus ergibt sich, wo Proben nötig sind.
Ob ein Material Asbest enthält, lässt sich mit bloßem Auge nicht feststellen. Wir entnehmen eine Probe und lassen sie im Labor untersuchen. Das Ergebnis nennt die Asbestart und bestimmt damit alle weiteren Schutzmaßnahmen.
Asbestarbeiten sind nach TRGS 519 anzeigepflichtig. Die Anzeige geht mindestens sieben Tage vor Beginn an die zuständige Behörde. Diesen Schritt übernehmen wir, Sie müssen selbst nichts einreichen.
Der Arbeitsbereich wird mit Folienwänden gegen die übrigen Räume getrennt, Lüftungen und Schächte werden verschlossen. Ein Gerät mit Schwebstofffilter saugt Luft ab, sodass Luft ausschließlich nach innen strömt.
Bei schwach gebundenem Material führt der Weg in den Bereich über eine Schleuse mit Dusche. Schutzkleidung wird dort abgelegt und verbleibt im Bereich, damit keine Fasern nach außen getragen werden.
Der Ausbau erfolgt möglichst zerstörungsfrei und mit Befeuchtung. Gesägt oder geschliffen wird nicht, Platten werden einzeln gelöst statt gebrochen. Das Material geht direkt in die Verpackung.
Nach dem Ausbau folgt die Feinreinigung mit Sauggeräten der Staubklasse H. Anschließend misst ein unabhängiges Labor die Raumluft. Erst nach Unterschreiten des Freigabewerts wird der Bereich freigegeben.


Asbesthaltige Baustoffe laufen unter dem Abfallschlüssel 17 06 05* der Abfallverzeichnis-Verordnung. Asbesthaltiges Dämmmaterial fällt unter 17 06 01*. Das Sternchen kennzeichnet gefährlichen Abfall: Er wird nur auf zugelassenen Anlagen angenommen und erfordert einen Nachweis, den Sie von uns erhalten.
Über den Bauschuttcontainer oder den Sperrmüll darf Asbest nicht entsorgt werden. Für andere Gebäudeschadstoffe gelten eigene Schlüssel — alte Mineralwolle etwa läuft unter 17 06 03*, siehe Glaswolle-Entsorgung Dortmund.
Nach dem Ausbau folgt die Feinreinigung: Alle Oberflächen im Arbeitsbereich werden mit Sauggeräten der Staubklasse H abgesaugt, glatte Flächen zusätzlich feucht nachgewischt. Der Filterwechsel findet im abgeschotteten Bereich statt, nicht danach.
Erst dann misst ein unabhängiges Labor die Raumluft. Der in TRGS 519 genannte Freigabewert liegt bei 500 Fasern je Kubikmeter Raumluft. Wird er unterschritten, ist der Bereich freigegeben und die Abschottung kann zurückgebaut werden. Wird er überschritten, folgt eine erneute Reinigung und eine zweite Messung.
Das Messprotokoll gehört zusammen mit dem Entsorgungsnachweis zu Ihren Unterlagen. Beides wird bei Verkauf, Vermietung und gegenüber Versicherungen häufig verlangt.
Wir arbeiten im gesamten Stadtgebiet. Im Dortmunder Bestand steht viel Bausubstanz aus der Zeit vor dem Asbestverbot — Zechensiedlungen, Nachkriegsbauten und Gewerbehallen mit Wellplatten auf Dach und Fassade.
Wir sehen uns das Bauteil vor Ort an, klären ob eine Probe nötig ist und nennen Ihnen anschließend einen verbindlichen Preis. Anzeige, Entsorgungsnachweis und Freimessung sind Teil der Leistung.
Professionelle Schadstoffsanierung und Rückbau in OWL
Und viele weitere spezialisierte Leistungen für Ihre Projekte in OWL
Alle Aufnahmen stammen von eigenen Projekten und Objektbegehungen. Keine Symbolbilder, keine Bildagentur.
Wie eine Asbestentfernung abläuft, lässt sich schwer beschreiben. Drei Bilder vom Aufbau sagen mehr als ein Absatz Text.

Hinter der Tür beginnt der Schwarzbereich. Alles, was ihn verlässt, geht durch die Einheit davor — Menschen wie Material.

Eine verklebte Öffnung ohne Schild sagt niemandem, was dahinter liegt. Die Kennzeichnung ist Teil der Abschottung, kein Zusatz.

Wo die Abschottung sitzt, hängt nicht nur vom Schadstoff ab, sondern auch davon, welche Wege im Gebäude frei bleiben müssen.
Eigene Aufnahmen von unseren Baustellen — keine Symbolbilder.
Kostenlose Erstberatung und Besichtigung. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.