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Ursache finden, Befall zurückbauen, trocken wieder aufbauen
Vier Befallskategorien • Fünf Arbeitsschritte • 120–160 €/m² marktüblich
4 Befallskategorien • 120–160 €/m² marktüblich
Befall einschätzen lassenEntscheidend ist, wie tief der Schimmel sitzt. Oberflächlicher Befall auf Putz ist schnell erledigt, durchfeuchtete Dämmung muss raus. Grundlage unserer Arbeit ist der Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes.
Sichtbar befallene Wand-, Decken- oder Bodenfläche
Vergleich der Sporenzahl in Innen- und Außenluft, schriftlich dokumentiert. Bei Vermietung, Verkauf oder Streit mit dem Vermieter meist unverzichtbar.
Schimmel ist ein Symptom, keine Krankheit. Er wächst dort, wo dauerhaft Feuchtigkeit vorhanden ist — an einer Wärmebrücke, hinter einer undichten Leitung, in einem Keller ohne Abdichtung. Wer nur die schwarzen Flecken entfernt, hat den Schaden kosmetisch behandelt. Nach wenigen Wochen ist der Befall zurück.
Eine fachgerechte Sanierung beginnt deshalb mit der Messung, nicht mit dem Schrubben. Erst wenn feststeht, woher die Feuchtigkeit kommt, lässt sich entscheiden, wie weit zurückgebaut werden muss und welche Trocknung nötig ist.
Auf dieser Seite finden Sie die vier Befallskategorien, den Ablauf in fünf Schritten, einen ehrlichen Kostenrahmen und die Antwort auf die Frage, wer in der Mietwohnung zahlt. Für Schadstoffe jenseits von Schimmel — Asbest, KMF, PAK oder PCB — führt der Weg über unsere Schadstoffsanierung.
Das Umweltbundesamt unterscheidet den Schimmelbefall nach Ausdehnung. Daran hängt, ob Sie selbst tätig werden können oder ein Fachbetrieb ran muss.
| Kategorie | Ausdehnung | Vorgehen | Fachbetrieb |
|---|---|---|---|
| Kategorie 0 | kein sichtbarer Befall | Ursache prüfen, beobachten | nein |
| Kategorie 1 | bis 20 cm² | Oberflächenreinigung, Ursache beheben | meist nicht |
| Kategorie 2 | 20 cm² bis 0,5 m² | Material teilweise entfernen, Schutzmaßnahmen | empfohlen |
| Kategorie 3 | über 0,5 m² oder verdeckt | Rückbau befallener Bauteile, Schutzzone, Freimessung | zwingend |
Feuchtigkeitsmessung an Wand und Estrich, Prüfung von Wärmebrücken und Leitungen. Ohne die Ursache kommt der Schimmel zurück — deshalb steht dieser Schritt am Anfang, nicht am Ende.
Abschottung des Arbeitsbereichs, Unterdruckhaltung und Luftreiniger mit HEPA-Filter. Das verhindert, dass Sporen beim Rückbau in andere Räume gelangen.
Tapete, Putz, Dämmung oder Trockenbau werden entfernt, soweit der Befall reicht. Oberflächliches Abwischen genügt ab Kategorie 2 nicht.
Technische Trocknung der Bauteile, anschließend Behandlung der Flächen. Erst wenn die Restfeuchte stimmt, wird wieder aufgebaut.
Prüfung des Sanierungserfolgs, dann Putz-, Trockenbau- und Malerarbeiten. Auf Wunsch mit Dokumentation für Versicherung oder Vermieter.
Die folgenden Werte sind marktübliche Orientierungswerte, keine Festpreise von RückbauPRO. Was Ihre Sanierung tatsächlich kostet, hängt von Ausdehnung, Untergrund und vor allem von der Ursache ab — ein belastbarer Preis entsteht erst nach dem Ortstermin.
| Position | Rahmen | Hinweis |
|---|---|---|
| Ortstermin mit Feuchtigkeitsmessung | oft kostenfrei bis niedriger dreistelliger Bereich | je nach Anbieter und Anfahrt |
| Laboranalyse der Schimmelart | niedriger dreistelliger Bereich je Probe | nur bei unklarem Befund nötig |
| Sanierung Kategorie 1–2 | wenige hundert Euro | kleine, oberflächliche Flächen |
| Sanierung Kategorie 3 | 120–160 € pro m² | marktüblicher Durchschnitt |
| Bauliche Ursachenbehebung | mehrere tausend Euro möglich | Abdichtung, Dämmung, Leitungsschaden |
| Technische Trocknung | nach Gerätetagen | bei Wasserschaden zusätzlich |
Nach § 35a EStG lassen sich 20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuerschuld abziehen, maximal 1.200 Euro im Jahr. Voraussetzung: Sie erhalten eine Rechnung und begleichen sie per Überweisung — Barzahlung wird nicht anerkannt. Materialkosten sind ausgenommen.
Der Ort des Befalls verrät fast immer die Ursache. Diese Zuordnung hilft bei der ersten Einschätzung, ersetzt aber keine Messung.
Wärmebrücke, zu wenig Luftzirkulation
Kondensat an kalten Bauteilen
Dauerfeuchte, unzureichende Lüftung
aufsteigende Feuchte, fehlende Abdichtung
undichte Dampfsperre, Leckage
verdeckter Leitungsschaden

Eine kleine Stelle im Bad, kleiner als eine Postkarte, auf gefliestem Untergrund: Das können Sie mit Handschuhen, Schutzbrille und FFP2-Maske selbst behandeln. Hochprozentiger Alkohol aus der Apotheke wirkt zuverlässiger als die meisten Haushaltsmittel, und die Ursache — meist fehlende Lüftung nach dem Duschen — ist schnell abgestellt.
Ab einem halben Quadratmeter, bei Befall hinter Tapete, Putz oder Dämmung und immer bei einem Wasserschaden endet der sinnvolle Eigenanteil. Ohne Schutzzone und Unterdruck verteilen sich beim Abkratzen Sporen in der gesamten Wohnung — der Schaden wird größer statt kleiner. Dasselbe gilt, wenn im Haushalt Menschen mit Asthma, Allergien oder geschwächtem Immunsystem leben.
Wenn beim Rückbau ohnehin Bauteile geöffnet werden, lohnt der Blick auf angrenzende Arbeiten: Bei Altbauten aus der Zeit vor 1995 können hinter Putz und Estrich weitere Schadstoffe stecken. In dem Fall greift unsere Schadstoffsanierung — und der anfallende Bauschutt geht in die fachgerechte Entsorgung.
Die Kostenfrage entscheidet sich an der Ursache. Liegt ein Baumangel vor — eine undichte Fassade, eine Wärmebrücke im Mauerwerk, ein Rohrschaden —, trägt der Vermieter die Sanierung. Mieter dürfen die Miete bis zur Beseitigung mindern.
Führt dagegen nachweislich falsches Lüften und Heizen zum Befall, haftet der Mieter. Diese Zuordnung ist ohne Messung selten eindeutig, und genau darüber wird vor Gericht gestritten. Eine dokumentierte Ursachenanalyse mit Feuchtigkeitsprotokoll schafft für beide Seiten Klarheit, bevor die Auseinandersetzung teuer wird.
Melden Sie einen Schimmelbefall in jedem Fall schriftlich beim Vermieter und setzen Sie eine Frist zur Beseitigung. Wer den Schaden nicht anzeigt und ihn sich ausbreiten lässt, riskiert eine Mithaftung.
Der marktübliche Rahmen liegt bei rund 120 bis 160 Euro pro Quadratmeter sanierter Fläche. Kleine, oberflächliche Stellen bleiben oft im Bereich weniger hundert Euro. Muss dagegen die Bausubstanz geöffnet werden — etwa bei einem Leitungsschaden oder fehlender Abdichtung — können mehrere tausend Euro zusammenkommen. Den größten Kostenfaktor bildet fast immer die Ursachenbehebung, nicht die Schimmelentfernung selbst. Ein belastbarer Preis lässt sich erst nach dem Ortstermin nennen.
Zuerst wird die Feuchtigkeitsquelle gesucht und gemessen. Danach wird der Arbeitsbereich abgeschottet und unter Unterdruck gesetzt, damit keine Sporen in andere Räume gelangen. Anschließend werden die befallenen Materialien zurückgebaut, die Bauteile getrocknet und die Flächen behandelt. Zum Schluss folgen Kontrolle und Wiederaufbau.
Das hängt vom Ausmaß ab. Bis etwa 20 Quadratzentimeter — also eine Fläche kleiner als eine Postkarte — reicht meist eine Oberflächenreinigung mit hochprozentigem Alkohol, sofern die Ursache behoben ist. Ab einem halben Quadratmeter oder bei Befall hinter Tapete, Putz und Dämmung muss das Material zurückgebaut werden. Übermalen oder Anti-Schimmel-Farbe deckt den Befall nur ab, beseitigt ihn aber nicht.
Bei sichtbarem Befall ab Kategorie 2 ja. Schimmel schädigt die Bausubstanz und belastet die Raumluft; Sporen und Stoffwechselprodukte können Atemwege reizen und Allergien auslösen. Hinzu kommt der wirtschaftliche Aspekt: Ein Feuchteschaden, der unbehandelt bleibt, wird mit jedem Monat teurer, weil er sich weiter in Putz, Dämmung und Holz ausbreitet.
Bei kleinen, oberflächlichen Stellen bis etwa 20 Quadratzentimeter auf festem Untergrund ist das vertretbar — mit Handschuhen, Schutzbrille und FFP2-Maske. Sobald der Befall größer ist, sich hinter Bauteilen verbirgt, ein Wasserschaden dahintersteckt oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem im Haushalt leben, gehört die Arbeit in Fachhände. Ohne Schutzzone verteilen sich beim Abkratzen Sporen in der ganzen Wohnung.
Das richtet sich nach der Ursache. Liegt ein Baumangel vor — undichte Fassade, Wärmebrücke, defekte Leitung —, trägt der Vermieter die Kosten, und Mieter können die Miete mindern. Ist nachweislich falsches Lüften und Heizen die Ursache, haftet der Mieter. Weil sich das ohne Messung selten klären lässt, empfiehlt sich eine dokumentierte Ursachenanalyse, bevor über die Kostenübernahme gestritten wird.
Ein kleiner Befall ist an einem Tag erledigt. Bei Kategorie 3 mit Rückbau und technischer Trocknung sind mehrere Tage bis Wochen realistisch — die Trocknungszeit bestimmt den Takt, nicht die eigentliche Sanierung. Erst wenn die Restfeuchte im Bauteil stimmt, kann wieder aufgebaut werden.
Nein. Solche Farben können nach einer fachgerechten Sanierung als zusätzlicher Schutz sinnvoll sein. Auf einen bestehenden Befall aufgetragen überdecken sie ihn lediglich — das Myzel wächst darunter weiter, und die Feuchtequelle bleibt bestehen.
Kostenlose Erstberatung und Besichtigung. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
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