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Was hineindarf, was es kostet, wann es günstiger geht
Container 3–13 m³ • ab ca. 79 €/Tonne • Abfallschlüssel 17 01 07
Container 3–13 m³ • ab ca. 79 €/Tonne
Menge einschätzen lassenDer größte Kostenfaktor ist die Trennung: Sortenreiner Bauschutt kostet einen Bruchteil von gemischtem Baustellenabfall. Wer auf der Baustelle trennt, spart bei größeren Projekten schnell vierstellig.
Ein voller Absetzcontainer mit 7 m³ Bauschutt wiegt etwa 10 Tonnen
Bauschutt bezeichnet ausschließlich mineralische Bauabfälle: Beton, Ziegel, Fliesen, Estrich, Mörtel, Keramik. Was daneben auf der Baustelle anfällt — Holz, Gipskarton, Dämmung, Folie, Tapete — gehört nicht dazu, auch wenn es beim Abriss gemeinsam entsteht.
Diese Unterscheidung ist keine Formsache, sondern der größte Kostenhebel. Sortenreiner Bauschutt geht direkt in die Aufbereitung und wird zu Recyclingschotter. Sobald Fremdstoffe dabei sind, gilt die Ladung als Baumischabfall — und der kostet je nach Anbieter das Zwei- bis Dreifache.

Typisches Beispiel für die Verwechslung: Ausgebaute Türen und Rahmen sehen nach Bauschutt aus, sind aber Baumischabfall und müssen getrennt entsorgt werden.
Die folgenden Werte sind marktübliche Spannen aus dem Bundesgebiet, keine Festpreise von RückbauPRO. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von der Region ab — in Ballungsräumen liegen sie höher, in ländlichen Gebieten oft darunter.
| Behälter | Fasst etwa | Preisrahmen | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 3 m³ Mulde | etwa 5 Tonnen | 270–300 € | Badsanierung, einzelner Raum |
| 5 m³ Mulde | etwa 9 Tonnen | 450–500 € | Wohnungsentkernung |
| 7 m³ Mulde | etwa 12 Tonnen | 500–560 € | mehrere Räume, Estrich |
| 10 m³ Mulde | etwa 18 Tonnen | 750–800 € | Haus, größere Flächen |
| 13 m³ Abrollcontainer | nach Gewicht | ab ca. 79 €/Tonne zzgl. Transport | große Mengen, Abbruch |
| Big Bag (1 m³) | bis 1,5 Tonnen | 145–175 € | kleine Mengen, enge Zufahrt |
In aller Regel nicht — aber es gibt drei Situationen, in denen es günstiger oder kostenfrei wird.
Kleinmengen auf dem Wertstoffhof. Manche Kommunen lassen Privatpersonen kleine Mengen gebührenfrei anliefern, häufig bis 0,25 oder 0,5 Kubikmeter. Darüber wird nach angefangenem Kubikmeter abgerechnet. Die Grenzen legt jede Kommune selbst fest, ein Anruf beim örtlichen Betriebshof klärt es in zwei Minuten.
Sortenreiner Betonbruch beim Recycler. Aufbereitungsbetriebe nehmen unbelasteten Beton in größeren Mengen teilweise ohne Gebühr an, weil sie ihn als Rohstoff für Recyclingschotter brauchen. Anliefern müssen Sie allerdings selbst, und die Ladung muss wirklich sauber sein.
Wiederverwendung vor Ort. Gebrochener Beton lässt sich auf demselben Grundstück als Tragschicht unter Wegen oder Stellplätzen einbauen. Das spart Entsorgung und Neumaterial — setzt aber voraus, dass das Material schadstofffrei ist und die Behörde mitspielt.
Was Sie nicht tun sollten: Bauschutt in den Hausmüll geben oder im Wald abladen. Beides ist eine Ordnungswidrigkeit, und die Bußgelder reichen je nach Bundesland und Menge weit in den vierstelligen Bereich.
Rigips wirkt mineralisch und landet deshalb regelmäßig im Bauschuttcontainer. Gips ist aber sulfathaltig und stört die Aufbereitung — schon einzelne Platten können die gesamte Ladung zu Baumischabfall machen. Dasselbe gilt für Porenbeton in größeren Mengen.
Die Entscheidung hängt fast nur an der Menge und der Zufahrt.
Für kleine Mengen die günstigste Lösung. Kommunale Höfe nehmen Bauschutt von Privatpersonen an, meist gegen eine Gebühr pro angefangenem Kubikmeter oder nach Gewicht. Mengengrenzen und Preise setzt jede Kommune selbst fest — vorher anrufen lohnt sich.
Der Sack wird geliefert, Sie befüllen ihn in Ruhe, danach wird er abgeholt. Sinnvoll bei enger Zufahrt, wenn kein Container aufgestellt werden kann, oder wenn die Arbeit sich über Wochen zieht.
Ab einer Raumsanierung die wirtschaftlichste Variante. Wichtig ist die richtige Größe: Ein zu kleiner Container bedeutet eine zweite Anfahrt, ein zu großer bezahlte Luft.
Bei Entkernung oder Abbruch übernehmen wir Rückbau, Trennung und Entsorgung in einem. Die Trennung erfolgt direkt auf der Baustelle — das hält den Bauschutt sortenrein und die Kosten unten.
Jede Abfallart hat eine Nummer nach der Abfallverzeichnis-Verordnung. Für Bauschutt sind vier relevant: 17 01 01 für sortenreinen Beton, 17 01 02 für Ziegel, 17 01 07 für Gemische aus Beton, Ziegeln und Fliesen ohne gefährliche Stoffe — und 17 01 06* für Gemische, die gefährliche Stoffe enthalten.
Das Sternchen macht den Unterschied. Sobald es dransteht, ist der Abfall gefährlich, die Entsorgung wird nachweispflichtig und deutlich teurer. Das betrifft etwa Bauschutt mit Teeranhaftungen oder Material aus Gebäuden, in denen Schadstoffe verbaut wurden.
Bei Gebäuden aus der Zeit vor 1995 lohnt vor dem Abriss eine Schadstofferkundung. Wird Asbestzement erst im Container entdeckt, wird die gesamte Ladung zum Problemfall. Mehr dazu auf unserer Seite zur Schadstoffsanierung. Wenn beim Rückbau Feuchte- oder Schimmelschäden zutage treten, hilft die Schimmelsanierung weiter.
Bei größeren Mengen im Abrollcontainer beginnt die reine Entsorgung bei etwa 79 Euro pro Tonne, hinzu kommen Transport und Aufstellung. Bei Muldencontainern rechnet man nicht nach Gewicht, sondern pauschal: Ein 3-Kubikmeter-Container kostet je nach Region 270 bis 300 Euro und fasst rund fünf Tonnen — das entspricht etwa 55 bis 60 Euro je Tonne. Sortenreiner Bauschutt ist dabei immer günstiger als ein Gemisch, weil er direkt ins Recycling geht.
Umgerechnet liegt der Preis meist zwischen 6 und 9 Cent pro Kilogramm. In der Praxis rechnet niemand in Kilogramm ab — Container werden pauschal oder nach Tonnen abgerechnet, Wertstoffhöfe nach angefangenem Kubikmeter. Die Kilo-Angabe hilft nur beim Größenvergleich: 100 Kilogramm Fliesenbruch, also etwa eine Schubkarre voll, kosten rund sechs bis neun Euro.
In aller Regel nein. Ein paar Ausnahmen gibt es: Manche Kommunen erlauben Privatpersonen kleine Mengen — oft bis 0,25 oder 0,5 Kubikmeter — gebührenfrei auf dem Wertstoffhof. Recyclingunternehmen nehmen sortenreinen, unbelasteten Betonbruch in größeren Mengen teilweise ohne Gebühr an, weil sie ihn als Rohstoff weiterverwenden; angeliefert werden muss er dann aber selbst. Wer Bauschutt in den Hausmüll gibt oder in der Landschaft ablädt, riskiert ein Bußgeld, das je nach Bundesland bis in den fünfstelligen Bereich reichen kann.
Entscheidend ist die Menge. Bis etwa einem Kubikmeter ist der Wertstoffhof am günstigsten. Darüber lohnt der Container, ab drei Kubikmetern deutlich. Wichtiger als der Weg ist aber die Trennung: Sortenreiner Bauschutt kostet einen Bruchteil von Baumischabfall. Wer Holz, Gips und Dämmung getrennt sammelt, statt alles in einen Container zu werfen, spart oft mehr als die Hälfte.
Der Container wird dann als Baumischabfall abgerechnet — das kostet je nach Anbieter das Zwei- bis Dreifache. Bei Verdacht auf Asbest oder andere Schadstoffe wird die Annahme ganz verweigert und eine Sonderentsorgung nötig. Schon eine einzelne Gipskartonplatte im Bauschutt kann die gesamte Ladung entwerten, weil Sulfat den Recyclingprozess stört.
Nein. Gips ist sulfathaltig und muss getrennt entsorgt werden, obwohl er mineralisch wirkt. Das ist der häufigste Fehler bei der Befüllung. Gleiches gilt für Porenbeton in größeren Mengen — hier vorher beim Entsorger nachfragen.
Für Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik ohne gefährliche Stoffe gilt die Abfallschlüsselnummer 17 01 07. Für sortenreinen Beton gilt 17 01 01, für Ziegel 17 01 02. Enthält das Material gefährliche Stoffe, greift 17 01 06 mit Sternchen — dann ist die Entsorgung nachweispflichtig und deutlich teurer.
Etwa 1,6 bis 1,8 Tonnen, je nach Zusammensetzung. Reiner Betonbruch liegt eher bei 2 Tonnen, Ziegelbruch bei 1,4. Diese Zahl ist wichtig, weil viele Container ein Gewichtslimit haben: Ein 7-Kubikmeter-Container darf oft nur bis zur Hälfte befüllt werden, wenn schwerer Beton hineinkommt — sonst ist das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs überschritten.
Bei Entkernung und Abbruch übernehmen wir Rückbau, Trennung und Entsorgung in einem Durchgang. Die Trennung direkt auf der Baustelle hält den Bauschutt sortenrein — und das ist der Punkt, an dem die Entsorgungskosten wirklich entschieden werden.
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