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Mehrfamilienhaus, Wohnblock und Bürogebäude abreißen
Etagenweiser Rückbau • Standsicherheit der Nachbarbebauung • Schadstoffe zuerst

Mehrfamilienhaus und Wohnblock abreißen • Kosten und Ablauf
Gerechnet wird nach umbautem Raum, also Grundfläche mal Höhe. Ein Einfamilienhaus mit 120 m² Grundfläche und 6 m Höhe sind rund 720 m³. Verbindlich wird der Preis nach der Besichtigung.
Grundfläche mal Gebäudehöhe, Keller mitgerechnet
Gerechnet wird nach umbautem Raum, also Grundfläche mal Gebäudehöhe einschließlich Keller. Nicht nach Wohnfläche und nicht nach Geschosszahl. Der zweite Faktor ist die Lage: Ein freistehendes Gebäude mit Platz ringsum lässt sich anders zurückbauen als ein Haus, das an zwei Seiten an die Nachbarbebauung grenzt.
| Bauart und Lage | Typischer Fall | Preisrahmen |
|---|---|---|
| Freistehend, konventionell | Mauerwerk, freie Zufahrt, keine direkte Nachbarbebauung | 80 – 120 €/m³ |
| Beengte Lage | Reihenhaus, Innenstadtlage, Nachbargebäude direkt angrenzend | 100 – 150 €/m³ |
| Stahlbeton oder Industriebau | Verstärkte Fundamente, Stahlkonstruktion, große Spannweiten | 60 – 180 €/m³ |
Von Quadratmetern auf Kubikmeter. Die meisten Eigentümer kennen die Wohnfläche, kalkuliert wird aber nach Volumen. Als Näherung: Bei rund drei Metern Geschosshöhe entspricht ein Quadratmeter Wohnfläche etwa drei Kubikmetern umbautem Raum. Ein Mehrfamilienhaus mit 600 Quadratmetern Wohnfläche liegt damit grob bei 1.800 Kubikmetern — zuzüglich Keller und Dachraum, die in der Wohnfläche nicht mitzählen, beim Abbruch aber sehr wohl anfallen.
Abbruch, Materialtrennung, Abtransport und Entsorgung mit Nachweis. Was die einzelnen Fraktionen je Tonne kosten, steht auf der Seite zur Bauschuttentsorgung.
Schadstoffsanierung, Fundamentaushub und die Verfüllung der Baugrube. Diese drei Positionen sind der häufigste Grund, warum zwei Angebote nicht vergleichbar sind.
Der Unterschied zum Einfamilienhaus ist nicht nur die Größe, sondern die Methode. Ab mehreren Geschossen wird nicht zusammengeschoben, sondern etagenweise von oben nach unten zurückgebaut.
Ein Einfamilienhaus lässt sich häufig von außen mit dem Bagger auflösen. Bei einem mehrgeschossigen Gebäude geht das nicht: Der Bagger erreicht die oberen Geschosse nicht, und beim Zusammenschieben wäre nicht steuerbar, wohin die Masse fällt. Gearbeitet wird deshalb etagenweise von oben nach unten.
Erst Ausbau und Haustechnik, dann nichttragende Wände, dann die Decke des jeweiligen Geschosses. Erst wenn eine Etage vollständig zurückgebaut ist, folgt die nächste. Jeder Schritt verändert die Lastabtragung, deshalb ist die Reihenfolge nicht beliebig.
Was oben anfällt, muss kontrolliert nach unten. Über Schuttrutschen, Innenabwurf oder Krananlagen — nicht über die Fassade. Das ist ein eigener Planungspunkt, der bei einem eingeschossigen Objekt schlicht nicht existiert.
Ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus hat ein Vielfaches des umbauten Raums eines Einfamilienhauses. Das schlägt nicht nur auf die Abbruchzeit durch, sondern vor allem auf Entsorgung und Anzahl der Transporte.

Jeder Rückbauschritt verändert, wie das Gebäude seine Lasten abträgt. Eine Tragwerksplanung klärt vorab, in welcher Reihenfolge gearbeitet werden darf, wo abgefangen oder ausgesteift werden muss und was mit angrenzenden Bauteilen geschieht. Bei anzeigepflichtigen Vorhaben ist ihre Bestätigung ohnehin Bestandteil der Unterlagen — bei allen übrigen ist sie eine Frage der Sorgfalt und nicht der Formalität.
Das ist der aufwendigste Fall. Die gemeinsame Wand ist häufig keine saubere Trennwand, sondern eine gemeinsam genutzte Konstruktion, die Lasten beider Häuser trägt. Wird die eine Hälfte entfernt, verliert die andere unter Umständen ihre Aussteifung.
Zustand des Nachbargebäudes dokumentieren, am besten mit Rissprotokoll und Fotos. So ist später belegbar, welche Schäden schon vorhanden waren.
Abfangung oder Aussteifung nach Vorgabe der Tragwerksplanung, dazu Erschütterungsüberwachung, wenn gestemmt oder abgebrochen wird.
Die freigelegte Wand wird verschlossen, gegen Wasser abgedichtet, gedämmt und mit einer Oberfläche versehen. Ohne diesen Schritt steht der Nachbar mit einer ungeschützten Innenwand im Wetter — und das ist der Punkt, an dem Abbruchprojekte vor Gericht landen.
An jeder offenen Geschosskante ist eine Absturzsicherung erforderlich, dazu Bauzaun, Gerüst und Staubschutznetze zur Nachbarschaft hin. Material wird über Schuttrutschen oder innen abgeführt, nicht über die Fassade. Staub wird an der Abbruchkante durch Befeuchtung gebunden, weil das mehr bringt als jede nachträgliche Reinigung. Feste Arbeitszeiten, eine Ankündigung an die Nachbarschaft und eine erreichbare Ansprechperson auf der Baustelle ersparen erfahrungsgemäß die meisten Konflikte.
Der Unterschied zum Einfamilienhaus ist die Wiederholung. Was in einer Wohnung verbaut wurde, steckt meist in allen — die Menge multipliziert sich mit der Zahl der Einheiten. Deshalb steht die Erkundung am Anfang und nicht in der Mitte des Projekts.
| Stoff | Wo er sitzt | Folge für den Ablauf |
|---|---|---|
| Asbest in Bodenbelägen | Floor-Flex-Platten und der schwarze Kleber darunter, geschossweise identisch verlegt | Ausbau nach TRGS 519 vor dem Abbruch, 30 – 50 €/m² für Belag samt Kleber |
| Asbest an der Fassade | Asbestzement-Fassadenplatten, Fensterbänke, Brüstungselemente | Abnahme ohne Bruch, 25 – 60 €/m², eigener Arbeitsgang vor dem Rückbau |
| Künstliche Mineralfasern | Abhangdecken, Installationsschächte, Steigleitungen, Dämmung hinter Verkleidungen | Alte Mineralwolle vor Juni 1996 unter 17 06 03*, staubarmer Ausbau mit Absaugung |
| PCB in Fugendichtmassen | Dehnfugen zwischen Betonfertigteilen, Fensteranschlüsse, typisch im Bau der 1960er und 1970er | Laboranalyse vor dem Abbruch, abgeschotteter Ausbau, 150 – 400 €/m Fuge |
| PAK in Klebern und Estrich | Teerhaltige Kleber unter Parkett, Bitumenbahnen in Zwischendecken | Erkennbar am Geruch, Ausbau mit Absaugung, 60 – 120 €/m² |
Diese Positionen kommen zum Abbruchpreis hinzu, denn die Schadstoffsanierung ist in den Kubikmeterpreisen nicht enthalten. Eine pauschale Prozentangabe wäre irreführend — der Aufschlag hängt vollständig davon ab, was gefunden wird und in welcher Menge. Wie die Sanierung im Einzelnen abläuft, steht auf der Seite zur Schadstoffsanierung in Osnabrück.
Eine Genehmigung im Sinne einer Baugenehmigung gibt es für den reinen Abbruch in Niedersachsen nicht. Nach § 60 Absatz 3 der Niedersächsischen Bauordnung ist die Beseitigung baulicher Anlagen im Regelfall verfahrensfrei. Anzeigepflichtig sind Hochhäuser sowie Teile baulicher Anlagen, die nicht im Anhang zur NBauO genannt sind.
Für die meisten Mehrfamilienhäuser heißt das: keine Anzeige. Ein Hochhaus ist ein Gebäude, bei dem der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter über der Geländeoberfläche liegt. Ein übliches drei- bis sechsgeschossiges Wohngebäude bleibt darunter und ist damit verfahrensfrei zu beseitigen.
Ist eine Anzeige erforderlich, wird sie von der Bauherrschaft vor der Ausführung bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht. Dazu gehören ein einfacher Lageplan mit der Lage der zu beseitigenden Anlagen und die Bestätigung einer Tragwerksplanung zur Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahmen und zur Standsicherheit angrenzender baulicher Anlagen. Mit den Arbeiten darf erst begonnen werden, wenn seit der Bestätigung der Vollständigkeit und Richtigkeit durch die Behörde ein Monat vergangen ist — die Frist läuft ab der Bestätigung, nicht ab dem Einreichen.
Nicht mit Nordrhein-Westfalen oder Berlin verwechseln. Dort ist die Anzeigepflicht anders konstruiert, in NRW etwa über die Gebäudeklassen. Eine Vorlage aus Bielefeld oder Dortmund passt für ein Vorhaben in Osnabrück nicht.
Zuständig ist in Osnabrück der Fachdienst Bauordnung und Denkmalpflege; eingereicht wird über die digitale Bauplattform der Stadt. Welche Anzeigen im Einzelnen anfallen, steht auf der Seite zur Abbruchgenehmigung in Osnabrück. Verfahrensfrei heißt im Übrigen nicht pflichtenfrei: Gefahrstoffrecht, Abfallrecht, Immissionsschutz, Artenschutz und Denkmalschutz gelten unverändert weiter.


Die drei Begriffe beschreiben nicht drei Preisklassen, sondern drei verschiedene Aufgaben. Welche davon vorliegt, entscheidet über Methode, Dauer und Entsorgungskosten.
Das ganze Gebäude.
Alles kommt weg, bis auf die Bodenplatte oder bis auf Geländehöhe. Der übliche Weg, wenn das Grundstück neu bebaut werden soll.
Komplettabriss OsnabrückSchrittweise, Materialien getrennt.
Dieselbe Substanz, andere Methode: Bauteile werden in festgelegter Reihenfolge ausgebaut, damit die Fraktionen sortenrein bleiben. Kostet mehr Zeit, spart bei der Entsorgung.
Selektiver Abbruch OsnabrückNur ein Bauteil, ein Anbau oder ein Geschoss.
Das übrige Gebäude bleibt stehen und meistens in Nutzung. Hier ist die Sicherung der Schnittstelle die eigentliche Aufgabe: neue Außenwand, Abdichtung, Standsicherheit des Rests.
Rückbau OsnabrückZuerst wird untersucht, was verbaut ist. Bei Bauzeit vor 1993 gehören Proben dazu. Das Ergebnis entscheidet über Reihenfolge, Schutzmaßnahmen und einen erheblichen Teil des Preises.
Eine Tragwerksplanung klärt, wie das Gebäude Lasten abträgt, in welcher Reihenfolge zurückgebaut werden darf und was mit angrenzenden Gebäuden geschieht. Bei anzeigepflichtigen Vorhaben ist ihre Bestätigung Bestandteil der Unterlagen.
Die Beseitigung ist in Niedersachsen im Regelfall verfahrensfrei. Anzeigepflichtig sind Hochhäuser und Teile baulicher Anlagen, die nicht im Anhang zur NBauO stehen. In Osnabrück läuft die Einreichung über die digitale Bauplattform.
Asbest, alte Mineralwolle, PCB und PAK werden vor dem Abbruch ausgebaut, mit Anzeige, Abschottung und Freimessung, wo es die Vorschriften verlangen. Erst danach beginnt der eigentliche Rückbau.
Absperrung, Bauzaun, Absturzsicherung an jeder offenen Geschosskante, Gerüst und Staubschutznetze. Im bewohnten Umfeld kommen Zeitfenster, Erschütterungsüberwachung und die Abstimmung mit den Nachbarn hinzu.
Ausbau und Haustechnik heraus, dann geschossweise von oben nach unten. Material wird kontrolliert abgeführt, nicht über die Fassade geworfen.
Beton, Ziegel, Metall und Holz werden getrennt aufgenommen. Zum Schluss Fundamente, Bodenplatte und die Herrichtung der Fläche. Die Entsorgungsnachweise gehören zur Übergabe.
Wir arbeiten im gesamten Stadtgebiet und im Landkreis. In der Innenstadt und in den gewachsenen Stadtteilen ist die Nachbarbebauung die bestimmende Größe: Sie entscheidet über Methode, Sicherungsaufwand und damit über den Preis stärker als die Geschosszahl.
Wir sehen uns Gebäude, Nachbarbebauung und Zufahrt vor Ort an, klären den Schadstoffverdacht und nennen Ihnen anschließend einen verbindlichen Preis mit einzeln ausgewiesenen Positionen.
Professionelle Schadstoffsanierung und Rückbau in OWL
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