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Kosten, Genehmigung und Ablauf auf einen Blick
Verfahrensfrei oder anzeigepflichtig • Schadstoffe zuerst • Keller und Fundamente

Kosten, Genehmigung und Ablauf
Gerechnet wird nach umbautem Raum, also Grundfläche mal Höhe. Ein Einfamilienhaus mit 120 m² Grundfläche und 6 m Höhe sind rund 720 m³. Verbindlich wird der Preis nach der Besichtigung.
Grundfläche mal Gebäudehöhe, Keller mitgerechnet
Gerechnet wird nach umbautem Raum, also Grundfläche mal Gebäudehöhe einschließlich Keller — nicht nach Wohnfläche. Der zweite Faktor ist die Lage: Ein freistehendes Haus mit Platz ringsum lässt sich anders abbrechen als eine Doppelhaushälfte.
| Bauart und Lage | Typischer Fall | Preisrahmen |
|---|---|---|
| Freistehend, konventionell | Mauerwerk, freie Zufahrt, keine direkte Nachbarbebauung | 30 – 55 €/m³ |
| Beengte Lage | Reihenhaus, Doppelhaushälfte, Innenstadtlage mit direkter Nachbarbebauung | 45 – 75 €/m³ |
| Stahlbeton oder Gewerbebau | Verstärkte Fundamente, Stahlkonstruktion, große Spannweiten | 60 – 110 €/m³ |
Von Quadratmetern auf Kubikmeter. Die meisten Eigentümer kennen die Wohnfläche, kalkuliert wird aber nach Volumen. Als Näherung: Bei rund drei Metern Geschosshöhe entspricht ein Quadratmeter Wohnfläche etwa drei Kubikmetern umbautem Raum. Ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche liegt damit grob bei 420 Kubikmetern — zuzüglich Keller und Dachraum, die in der Wohnfläche nicht mitzählen, beim Abbruch aber sehr wohl anfallen.
Abbruch, Materialtrennung, Abtransport und Entsorgung mit Nachweis. Was die einzelnen Fraktionen je Tonne kosten, steht auf der Seite zur fachgerechten Entsorgung in Detmold.
Schadstoffsanierung, Fundamentaushub und die Verfüllung der Baugrube. Diese drei Positionen sind der häufigste Grund, warum zwei Angebote nicht vergleichbar sind.
Für Detmold gilt die Bauordnung Nordrhein-Westfalen. Nach § 62 Absatz 3 BauO NRW hängt alles an einer Frage: Steht das Gebäude frei, und welcher Gebäudeklasse ist es zuzuordnen?
Das klassische freistehende Einfamilienhaus bis 7 Meter Höhe, dazu freistehende Nebengebäude
verfahrensfrei — keine Anzeige nötig
Doppelhaushälfte, Reihenhaus, angebautes Gebäude
anzeigepflichtig, mindestens einen Monat vorher
Mehrfamilienhäuser und Gewerbebauten der Gebäudeklassen 4 und 5
anzeigepflichtig, mindestens einen Monat vorher
Die praktische Faustregel: Ein freistehendes Einfamilienhaus bis sieben Meter Höhe darf ohne Anzeige beseitigt werden. Sobald das Gebäude angebaut ist — also bei jeder Doppelhaushälfte und jedem Reihenhaus — oder über sieben Meter hoch ist, gilt die Anzeigepflicht mit einer Frist von mindestens einem Monat vor Beginn. Eingereicht wird schriftlich durch die Bauherrschaft.
§ 62 Absatz 3 BauO NRW verlangt bei nicht freistehenden Gebäuden zusätzlich, dass eine qualifizierte Person nach § 54 Absatz 4 beurteilt und nachweist, dass die Standsicherheit der Gebäude, an die das zu beseitigende Gebäude angebaut ist, während und nach der Beseitigung gewahrt bleibt. Ohne Tragwerksplanung geht hier also nichts.
Verfahrensfrei heißt nicht pflichtenfrei. Auch wo keine Anzeige nötig ist, gelten Umweltrecht, Abfallrecht mit Nachweispflicht, Artenschutz und Denkmalschutz unverändert weiter. Asbestarbeiten sind anzuzeigen, unabhängig davon, ob der Abbruch selbst anzeigepflichtig ist.
Zuständig ist in Detmold die Technische Bauaufsicht der Stadt als untere Bauaufsichtsbehörde, nicht der Kreis Lippe. Welche Anzeigen bei Schadstoffen hinzukommen, steht auf der Seite zur Anmeldung von Schadstoffen in Detmold.
Drei Begriffe, die durcheinandergehen — und einer davon meint tatsächlich etwas anderes.
Dasselbe, nur anderes Wort.
Umgangssprachlich sagt man Abriss, fachlich und in den Bauordnungen heißt es Abbruch oder Beseitigung. Gemeint ist in beiden Fällen: Das Gebäude kommt weg. Einen inhaltlichen Unterschied gibt es nicht.
Geordnet, Bauteil für Bauteil.
Beschreibt die Methode, nicht den Umfang. Bauteile werden in festgelegter Reihenfolge ausgebaut, damit die Fraktionen sortenrein bleiben. Kostet mehr Zeit, spart bei der Entsorgung.
Das Gebäude bleibt stehen.
Nur das Innere kommt heraus, bis nur noch der Rohbau steht. Wer sein Haus erhalten und neu ausbauen will, braucht keine Beseitigung, sondern eine Entkernung.
Bei Bauzeit vor 1993 gehört die Erkundung an den Anfang — nicht in die Mitte. Ein Fund im laufenden Abbruch bedeutet Baustopp, Umplanung und einen Nachtrag zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, weil die Baustelle stillsteht, während verhandelt wird.
Typisch sind asbesthaltige Wellplatten auf Dach und Fassade, Floor-Flex-Bodenplatten mit schwarzem Kleber, Asbest in Fliesenklebern und Spachtelmassen, alte Mineralwolle aus der Zeit vor Juni 1996 sowie teerhaltige Kleber mit PAK.
Keine Prozentpauschale. Die Schadstoffsanierung ist in den Kubikmeterpreisen nicht enthalten, und wie hoch der Aufschlag ausfällt, hängt vollständig davon ab, was gefunden wird. Belastbar sind die Einzelpreise: asbesthaltige Bodenbeläge samt Kleber 30 bis 50 €/m², Asbestzement an Dach und Fassade 25 bis 60 €/m², schwach gebundener Asbest 40 bis 150 €/m². Damit können Sie den Aufschlag für Ihr Objekt selbst überschlagen. Wie eine Sanierung abläuft, steht auf der Seite zur Asbestsanierung in Detmold.



Der Punkt, an dem sich zwei Angebote am häufigsten unterscheiden, ohne dass es auffällt. Was unterhalb der Geländeoberfläche passiert, macht einen erheblichen Teil der Summe aus — und steht in schwachen Angeboten gar nicht drin.
Der aufsteigende Bau kommt weg, Keller und Fundamente bleiben im Boden. Die günstigste Variante — und die, die bei einem Neubau später Ärger macht, weil der Erdbauer auf Altbeton stößt.
Bodenplatte, Kellerwände und Fundamente werden mit ausgebaut. Erforderlich, wenn neu gebaut wird oder die Fläche unbebaut bleiben und begrünt werden soll.
Die entstandene Grube wird mit geeignetem Material lagenweise verfüllt und verdichtet. Ohne fachgerechte Verdichtung sackt die Fläche über Jahre nach.
Bei Doppelhaushälften und Reihenhäusern bleibt eine Wand des Nachbarn frei. Sie muss verschlossen, gegen Wasser abgedichtet, gedämmt und mit einer Oberfläche versehen werden.
Fragen Sie bei jedem Angebot nach diesen vier Punkten. Wenn eines deutlich günstiger ist als die anderen, liegt der Unterschied fast immer hier — und nicht beim Stundensatz.
Sechs Punkte, die nicht das Abbruchunternehmen übernehmen kann. Fangen Sie damit früh an — ein Abbruchtermin scheitert selten am Kalender, sondern fast immer an einem Zähler, der noch hängt.
Hausrat, Keller, Dachboden, Garage. Was noch drinsteht, wird zur Entrümpelung und damit zu einer eigenen Position im Angebot.
Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Fernwärme, Telefon und Internet. Ohne Kündigung laufen Grundgebühren weiter, während das Haus leer steht.
Strom- und Gaszähler dürfen nur der Messstellenbetreiber oder der Versorger ausbauen. Das ist frühzeitig zu beantragen — hier entstehen die meisten Verzögerungen.
Gas, Wasser und Strom müssen vom Netzbetreiber getrennt und gesichert werden, der Abwasseranschluss verschlossen. Das macht nicht das Abbruchunternehmen.
Bei Ölheizung ist der Tank vor dem Abbruch fachgerecht zu entleeren, zu reinigen und stillzulegen. Auch das ist eine eigene Leistung mit eigenem Vorlauf.
Bei angebauter Bebauung gehört das ohnehin dazu. Ein Beweissicherungsverfahren mit Fotos und Rissprotokoll vor Beginn erspart später die Diskussion, welcher Riss schon vorher da war.
Wir nehmen Kubatur, Bauart, Zufahrt und Nachbarbebauung auf. Daraus ergibt sich, welches Verfahren möglich ist und was es kostet.
Bei Bauzeit vor 1993 gehören Proben dazu. Das Ergebnis entscheidet über Reihenfolge, Schutzmaßnahmen und einen erheblichen Teil des Preises — deshalb steht es am Anfang.
Ist das Gebäude freistehend und der Gebäudeklasse 1 oder 3 zuzuordnen, ist die Beseitigung verfahrensfrei. Andernfalls wird sie mindestens einen Monat vorher schriftlich bei der Bauaufsicht angezeigt.
Ist das Gebäude angebaut, muss eine qualifizierte Person nachweisen, dass die Standsicherheit der angrenzenden Gebäude während und nach der Beseitigung gewahrt bleibt.
Vor dem eigentlichen Abbruch kommen Ausbau, Haustechnik und alle belasteten Materialien heraus — mit Anzeige und Freimessung, wo es die Vorschriften verlangen.
Der aufsteigende Bau wird abgetragen, die Fraktionen werden getrennt aufgesetzt. Beton, Ziegel, Holz und Metall gehen getrennte Wege — das ist der größte Kostenhebel.
Je nach Vereinbarung Bodenplatte und Fundamente heraus, Grube lagenweise verfüllen und verdichten, Fläche herrichten. Die Entsorgungsnachweise gehören zur Übergabe.
Wir arbeiten im Stadtgebiet Detmold und in den umliegenden Gemeinden des Kreises Lippe. Die Bauordnung gilt landesweit gleich, die zuständige Behörde unterscheidet sich aber: Detmold ist Große kreisangehörige Stadt und hat eine eigene untere Bauaufsichtsbehörde, für die übrigen Gemeinden im Kreis ist der Kreis Lippe zuständig. Wohin die Anzeige geht, klären wir vor dem Termin.
Wir sehen uns Gebäude, Nachbarbebauung und Zufahrt vor Ort an, klären den Schadstoffverdacht und sagen Ihnen, ob eine Anzeige nötig ist. Anschließend erhalten Sie ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen — einschließlich Keller, Fundamenten und Verfüllung.
Professionelle Schadstoffsanierung und Rückbau in OWL
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Alle Aufnahmen stammen von eigenen Projekten und Objektbegehungen. Keine Symbolbilder, keine Bildagentur.
Kostenlose Erstberatung und Besichtigung. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.